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Das sind die Highlights der Sommer-Kollektion 2016
  

Traumfummel...

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 Weiblich, fließende Stoffe, 
 mal dezent, mal farbenfroh, mal im African-Style: 
 Valentino überrascht für den Sommer 2016 

 
 Über die blutjungen Mädels, geschminkt
    wie von der Tuberkulose gezeichnet, kann
man sich uneinig sein. Das jedoch, was
   ihnen Valentino auf den Leib geschneidert
       hat, sind mehr, als 'nur Kleider':
       

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Zu Beginn der Kollektion sind es schlichte Kaftan-Kleider, mit denen die beiden Designer  Maria Grazia Chiuri  und
 Pierpaolo Piccioli  bei Valentino ihr Bild von Afrika (oder eher: ihr Bild des Ur-Menschlichen?) zeichnen. Nach und
nach lassen sie diese Interpretation deutlich ethnischer werden und native Elemente überborden: Das können
Fransen an langen Wildleder-Capemänteln sein, oder Röcke, die in mit Nieten besetzten Lederbahnen fallen,
metallene Ringe als Halsschmuck, unregelmäßige Batikmuster, kurze Fransenröcke, nativ-figurative Muster, aber
auch Fransenbahnen aus Bast an Stufenkleidern.

Eine gewisse kulturelle Schwere lastete eigentlich schon immer auf früheren Valentino-Kollektion – das Frauenbild
der Designer war keusch, bisweilen sogar scheu und still. Das hat sich jetzt geändert: Ihre Mode wirkt nackter, ihr
Frauenbild sexueller, weniger gesellschaftlich zurückgehalten – und dadurch schlicht und ergreifend menschlicher.

Das wird durch Schnitte, die den Rücken komplett frei lassen, untermalt, durch komplett transparente Stücke oder
durch natürliche Materialien wie glänzendes Leder. Gleichzeitig wird ihre Kollektion aber auch von einer gewissen
Melancholie getragen, einer Suche nach etwas, das es so nicht mehr gibt. Interessant ist, dass Chiuri und Piccioli
auch die künstlerische Avantgarde des frühen 20. Jahrhunderts ins Spiel bringen, wenn sie über ihre Kollektion reden;
die Avantgarde, die sich auch von Afrika und den nicht-westlichen Kulturen inspirieren ließ.

Die Art der Entschleunigung wie sie Chiuri und Piccioli mit ihrer Kollektion vorschlagen, ist dringend nötig, wenn wir
uns nicht irgendwann selbst überholen wollen – und dabei vergessen, was uns als Menschheit eigentlich ausmacht.

Quelle: vougue